Herzlich Willkommen auf den Jugendseiten der Pfarrei St. Josef, Bocholt

Jugendarbeit-Berichte

20160709 102603 resized 1Ferienfreizeiten gestartet

Direkt am ersten Ferientag sind über 100 Kinder zusammen mit ihren Betreuern in zwei der drei Ferienlager, die St. Josef jedes Jahr in den Sommerferien anbietet, aufgebrochen.  

Nach einer kurzen Andacht mit anschließendem Reisesegen ging es in die bereits wartenden Busse. Während die Jungen und Mädchen als Jupp’s Detektive der heißen Spur auf Ameland folgen, leben die Jungen im Niederlandenbeck 14 Tage lang mit den Helden aus dem Film „Star Wars“ unter einem Dach. Am  06.08. starten 38 Jungen und Mädchen in das dritte Lager, ebenfalls in sauerländischem Niederlandenbeck. Wir wünschen allen Betreuern und Teilnehmern gutes Wetter und schöne Zeit!

Casinoabend der Messdienergemeinschaft

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Der Weg zur festlichen Tafel führte die eleganten jungen Damen und Herren über den roten Teppich. Bereits im Gottesdienst um 18.30 sorgten die 30 anwesenden Kinder und Jugendliche in festlicher Kleidung für verwunderte Blicke der versammelten Gemeinde. Nach der Stärkung für den Geist in der Kirche und im Pfarrheim für den Leib ging es an die Spieltische. Mit Spielgeld versuchten sich die Teilnehmer bei Roulette, Poker & Co. Leckere bunte Cocktails (natürlich ohne Alkohol) gaben dem Abend eine besondere Note. Es war wieder einmal eine gelungene, von der Messdienerleiterrunde Ewaldi initiierte Aktion für alle Messdienerinnen und Messdiener sowie die Erstkommunionkinder der Pfarrei.

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20160625 123711 resizedMessdienerbank mittendrin!

An den  gelungenen stadtweiten Messdienertag „Mittendrin“ am 05.09.2015 haben sich die Teilnehmer aus Bocholt, Rhede und Isselburg eine bleibende Erinnerung gewünscht. Mit Unterstützung der Volksbank Bocholt e. G. haben sie eine Sitzbank gestaltet, die mitten in der Stadt, an der Liebfrauenkirche, installiert wurde und zum Verweilen einlädt. Im Rahmen des Liebfrauenviertelfestes am Sa., 25.06.2016 wurde sie von Kaplan Marco Klein feierlich eingeweiht. Selbst Papst Franziskus hat der Einladung der Ministranten Folge geleistet und stand bei Wind und Wetter für Selfies zur Verfügung! J An der Organisation und der Durchführung des Messdienertages sowie an der graphischen Gestaltung der Sitzbank wurden die Messdienergruppenleiter/-innen unserer Pfarrei maßgeblich beteiligt.

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jukibelogoGottesdienste für junge Menschen

Ab Sonntag, den 13. Dezember 2015, bietet die junge Kirche Believe wieder regelmäßige Gottesdienste an. An jedem 2. Sonntag im Monat finden diese um 17.30 Uhr in der Heilig-Kreuz-Kirche in Bocholt statt. Eingeladen sind alle jungen Menschen aus Bocholt und Umgebung.

Logo Messdienerwallfahrt klein

…das war das Motto der 3. Nordwestdeutschen Ministrantenwallfahrt am 18. Juni 2016 in Paderborn. Rund 8.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Bistümern waren dabei trotz des wirklichen schlechten Wetters. Auch aus unserer Gemeinde haben sich am Samstagmorgen 27 Mädchen und Jungen, gemischt aus allen 3 Gemeindeteilen, auf den Weg nach Paderborn gemacht. Begleitet von Katharina Mikolaszek und 5 weiteren Betreuerinnen und Betreuern.

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Plakat NikolausBereitet dem Herrn den Weg!  Jugendmesse in Ewaldi

„Das Jugendgottesdienstteam „Himmelstürmer“ lädt wieder zum Gottesdienst ein! Musikalisch bereichert wird diese Hl. Messe für die ganze Familie durch die „Feuerzungen“.

Tagesausflug der Pfarrjugend Ss. Ewaldi

Am Samstag, den 11. Juni 2016 startete die Leiterrunde der Pfarrjugend Ss Ewaldi ihren Tagesausflug zum Movie Park Germany in Bottrop. Vier Leiterinnen fuhren zusammen mit 18 Jungen und Mädchen im Alter von 9-13 Jahren um kurz nach 9:00 Uhr in Bocholt im leichten Regen los. Die Gruppe fuhr mit dem Pfarrbulli, sowie mit drei PKW´s. In Bottrop angekommen suchten sie gemeinsam eine Sammelstelle, an der die Kinder ihre Rucksäcke abstellen konnten und immer mindestens zwei Betreuerinnen für sie auffindbar waren. Zum Glück der Teilnehmer begann dann auch die Sonne zu scheinen und die Kinder konnten sich in dreier Gruppen frei im Movie Park Germany bewegen. Sie fuhren Karussell und aßen Pommes, Eis und Zuckerwatte. Gemeinsam hatten sie eine Menge Spaß. Um 17:00 Uhr trafen alle Kleingruppen wieder am Sammelplatz ein. Gegen 18:00 Uhr waren alle Kinder samt Betreuerinnen wieder in Bocholt.

Es war ein gelungener Ausflug und hat sowohl den Kindern als auch den Betreuerinnen viel Freude gebracht.

Die Leiterrunde der Pfarrjugend Ss Ewaldi

Familiengottesdienste in der Adventszeit

Begegnungen auf dem Weg nach Betlehem – so sind die Familiengottesdienste im Advent überschrieben. In der Krippe wird uns Gott als Mensch begegnen. So macht er seine Liebe für uns spürbar. Wie können wir es ihm gleichtun? Auf unsere Begegnungen im Alltag wollen wir blicken und für ein gutes Miteinander beten.

Die Familiengottesdienste sind auf unsere drei Kirchen verteilt. Sie finden statt am:

  • 29.11.15 um 11:15 Uhr in der Josefkirche: Wer bin ich? Begegnungen mit mir selbst (musikal. Begleitung: Kinderchöre St. Josef und Ewaldi)
  • 06.12.15 um 11 Uhr in der Ewaldikirche: "Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen!" (Lk 3,4) (musikal. Begleitung: Feuerzungen)
  • 13.12.15 um 10 Uhr in der Kirche Maria Trösterin: Heute schon begegnet? Bunte Begegnungen an der Bushaltestelle (musikal. Begleitung: Sunny Kids)
  • parallel: 13.12.15 um 11:15 Uhr in der Josefkirche: Familiengottesdienst mitgestaltet von der Josefschule (musikal. Begleitung: Kirchenchor St. Josef, anschl. Verkaufsaktion für das Malawi-Projekt) 
  • 20.12.15 um 11 Uhr in der Ewaldikirche: Echte Begegnungen sind selten. Sie geschehen dort, wo ein guter Geist herrscht.

Alle Familien, alle Kinder und Jugendlichen und alle Interessierten sind herzlich eingeladen! Machen wir uns gemeinsam auf den Weg nach Betlehem!

JUNGE LITURGIE AM GRÜNDONNERSTAG MIT „GANG DURCH DIE NACHT“    

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Beginn:     am 24.03.2016 um 18 Uhr GOTTESDIENST MIT DEN „HIMMELSTÜRMERN“ IN DER EWALDI-KIRCHE

 Abschluss:  gegen 24 Uhr IN DER KIRCHE MARIA TRÖSTERIN

(Fahrgelegenheit zurück nach Ewaldi wird gestellt.)

IMG 20151122 WA0003 resizedMessdienerneuaufnahme in St. Josef

1 Mädchen und 5 Jungen wurden in der sonntäglichen Messfeier in St. Josef in den Ministrantendienst aufgenommen: Ben Bachmann, Felix Booms, Luis Küpper, Lara Küpper, Janus Lensing und Jonas Mieling.  Seit einigen Monaten treffen sie sich bereits regelmäßig zur Gruppenstunde. Für die inhaltlich abwechslungsreiche Gestaltung der Gruppentreffen sorgen ihre drei Begleiter: die Gruppenleiter Max Möllenbeck, Hendrik Roos und Fabian Weiß. Wir freuen uns über diesen „Zuwachs“, danken den Eltern für ihre Unterstützung und wünschen unseren „Neuen“ viel Freude am Dienst in der Kirche und gute Zeit in der Messdienergemeinschaft St. Josef!

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2015 1Anmeldungen für Ferienlager im Sauerland

In den Sommerferien 2016 bietet unsere Pfarrei zwei Ferienmaßnahmen im sauerländischen Niederlandenbeck an: Vom 09.07. – 23.07.2016 für Jungen im Alter von 8 – 14 Jahren, Teilnehmerbeitrag: 300€ + 25€ Taschengeld, und vom 06.08. - 20.08.2016 für Mädchen und Jungen im Alter von 8 – 13 Jahren. Teilnehmerbeitrag: 300€ + 25€ Taschengeld. Anmeldungen werden ab Freitag, dem 4.12; 17 Uhr im Pfarrheim Ewaldi, Schwertstr. Entgegengenommen. Eine Anzahlung von 50€ wird erhoben. Sollten nach diesen Anmeldetermin noch Plätze frei bleiben, können weitere Anmeldungen im Pfarrbüro St. Josef während der Öffnungszeiten erfolgen.

Nachmittag der Versöhnung

2016 Firm Vers 22An einem „Nachmittag der Versöhnung“ stellten sich unsere Firmbewerber den schwierigen Themen: Schuld, Sünde, Vergebung und Versöhnung . Woher weiß ich, was richtig ist und was falsch? Was ist eigentlich „Sünde“? Was sagt die Bibel darüber? Was bringt mir Vergebung? In acht unterschiedlichen, von Katecheten begleiteten Stationen konnten sich die Jugendlichen auf verschiedene Art und Weise mit diesen und vielen anderen Fragen auseinandersetzen. Der Nachmittag mündete in einem besinnlichen Bußgottesdienst in der Ewaldi-Kirche. Dieser Nachmittag gehört neben dem Glaubenskurs, dem sozialen Projekt und mehreren Gottesdiensten zur Vorbereitung auf das Sakrament der Firmung in unserer Pfarrei. Die Firmung wird vom Weihbischof Dr. Christian Hegge am 09.04.16 in zwei Firmfeiern, um 15.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Josef und um 18.00 Uhr in Ewaldi-Kirche gespendet.

Weiterlesen: Nachmittag der Versöhnung im Rahmen der Firmvorbereitung

Wer kommt mit zum Weltjugendtag nach Krakau?

WJT 2016 Logo

2016 feiert die katholische Kirche den nächsten Weltjugendtag. Diesmal geht es nach Krakau und auch St. Josef macht sich zusammen mit der Bocholter jungen Kirche Believe auf den Weg: Die Busreise findet vom 20. Juli bis 1. August 2016 statt. Unter dem Motto „Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden“ (Mt 5,7) wollen wir uns über unseren Glauben austauschen, gemeinsam beten, mit Papst Franziskus Messe feiern uvm...

Habt ihr Lust mitzukommen und seid 16 Jahre oder älter? Mit einem Eigenanteil von 399 Euro seid ihr dabei! Meldet euch dann einfach bis zum 15. Februar 2016 im Pfarrbüro. Nähere Infos erhaltet ihr hier und bei Caroline Johnen (Tel.: 02871/21793-132, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Weltjugendtag 2016: Der Countdown läuft...

Noch zwei Wochen - dann endet die Anmeldefrist für den Weltjugendtag 2016! Wer hat Lust, vom 20. Juli bis 1. August 2016 mit nach Krakau zu kommen? Dann meldet euch noch bis zum 15. Feburar im Pfarrbüro oder direkt über die junge Kirche Believe bei Lisa Meye (E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel.: 02871-2416479) an! Mitfahren können alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen ab 16 Jahren. Hier findet ihr weitere Infos!  

10-jähriges Gruppenjubiläum

Sich als Messdiener oder Messdienerin Woche für Woche zur Gruppenstunde zu treffen ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. 10 Jahre lang geschafft haben es dennoch zwei Messdienergruppen der Messdienergemeinschaft St. Josef: Mädchengruppe unter der Leitung von Birthe Schülingkamp und Karoline Tekniepe und von Christopher Vitz und Jan Brinkmann geleitete Jungengruppe! In einer Vorabendmesse, die durch Anwesenheit vieler Messdienerinnen und Messdiener einen festlichen Rahmen bekam und mit der anschließenden kleinen Feier, zu der auch die Eltern eingeladen waren, würdigten die „Jubilare“ diesen Anlass. Wir danken ihnen für Ihren Dienst, den Eltern für ihre Unterstützung und wünschen allen weiterhin ein gutes Miteinander in und an der St. Josef-Kirche!

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  Dialogpreis für die Firmvorbereitung in St. Josef

 

"Wie erklärt man den Jugendlichen den Heiligen Geist?" - Fragte Vize-Chefredakteur von „Kirche+Leben“, Markus  Nolte, in seiner Einführung zur Übergabe des "Dialogpreises für gute Taten 2015" an unsere Pfarrei. - "Man gibt ihnen einen Fußball!" Und wenn Menschen mit Behinderung und andere Jugendgruppen zum Spielen eingeladen werden und die Jugendlichen ein Turnier mit Cafeteria und Tombola organisieren, dessen Erlös für die Schulbildung eines Patenkindes in Uganda gewidmet wird, dann setzen sie die christliche Nächstenliebe auf eindrucksvolle Weise in die Tat um! - Lautete sinngemäß die Begründung.

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Die Preisverleihung erfolgte am 09.01.16 im Rahmen des Neujahrsempfangs des Diözesankomitees der Katholiken in Bistum Münster. Der Preis in Gestalten einer Skulptur, einer Urkunde und eines Geldbetrags für das Projekt in Höhe von 500 Euro wurde von Jugendlichen, Vertretern der Lebenshilfe und unserer Pfarrei entgegengenommen.

Das Inklusive Fußballturnier mit Lebenshilfe wird am 05.03.16 bereits zum 9. Mal im Rahmen unserer Firmvorbereitung stattfinden!

Unseren Firmbewerbern, aber auch allen Turnierteilnehmern, Unterstützern, Spendern und Besuchern gilt diese wunderbare Anerkennung und Auszeichnung unseres Bistums und der Zeitung „Kirche+Leben“! Danke!

Hier noch ein Video zum Thema:

http://tv.kirchensite.de/media/dialog_videos/2016/16-001-3/index.php

und der Bericht auf Kirchenseite.de:

http://kirchensite.de/aktuelles/aktivtexte-2016/firmvorbereitung-in-bocholt-inklusives-fussballturnier/

 

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Unterwegs zur Firmung in Santiago de Compostela

11 Firmlinge aus Bocholt und Rhede, darunter Nina Kiefmann, Ann-Theres Langert und Lynn Schultze aus unserer Pfarrei, sind seit dem 4. Oktober unterwegs auf dem Jakobsweg. Und sie pilgern keineswegs allein nach Santiago de Compostela: In Begleitung von Diakon Bernd Egger aus Liebfrauen und Pastoralassistentin Vanessa Bücker aus St. Gudula nehmen sie zusammen mit 430 weiteren Jugendlichen und Erwachsenen an der Regionalwallfahrt unseres Bistums teil. Am 13. Oktober wird ihnen Weihbischof Christoph Hegge dort in der Kathedrale das Sakrament der Firmung spenden. Es werden unvergessliche Erlebnisse und Glaubenserfahrungen sein, die unsere Jugendlichen erwarten. Begleiten wir sie von Bocholt aus durch unsere Gebete und wünschen einen BUEN CAMINO ! Was die Gruppe auf ihrem ca. 115 km langen Weg so alles erlebt, schreibt Sie uns hier im Tagebuch:

5. Okt. 2015

Gestern war es endlich so weit. Der Tag, auf den viele schon sehnlichst gewartet haben war da. Der Tag, der noch so weit weg war, auf den man noch so lange warten musste, ist endlich gekommen. Der Tag, als es nach Spanien ging. Und trotzdem stand man am Morgen mit gemischten Gefühlen auf. Man freute sich auf das, was vor einem lag. Man konnte es nicht erwarten, dass es endlich losging. Aber trotzdem hatte man großen Respekt vor der Fahrt selbst. Gegen 7:30 fuhr der Bus am Bocholter Zugbahnhof ab, nahm zwischendurch in Gescher und Köln noch Teilnehmer auf und kam dann am nächsten Morgen um ungefähr 9:30 in Spanien in Oviedo an. Eine Fahrt, die bereits in einem super ausgestatteten Bus nicht sehr komfortabel ist. Aber der Bus, der uns zur Verfügung gestellt wurde... eigentlich will ich gar nicht rummeckern, dafür ist die Reise an sich viel zu schön, aber es ist doch wohl nicht zu viel verlangt, uns einen Bus zu geben, der etwas mehr Raum für die Beine hergibt und auch etwas weichere Sitze hat! Denn so ein alter Bus war für so eine Reise echt eine Zumutung! Außerdem hatte der Bus viel zu wenig Platz für Gepäck. Es kann doch nicht Sinn der Sache sein, die letzte Bank im Bus bis oben mit Gepäck voll packen zu müssen, weil sonst kein Platz mehr da ist. Und für alle Insassen wurde es dadurch natürlich noch enger. Aber da mussten jetzt alle durch und irgendwie hat auch jeder die Nacht überstanden. Wenn auch mit vielen Wehwechen, wenn der Nacken steif geworden ist, die Beine eingeschlafen sind oder es einfach keine bequeme Position gab, in der der Hintern nicht schmerzte. Doch wir wurden dafür entlohnt, als wir dann in Oviedo ankamen, vorher bereits durch Paris gekommen sind, Bordeaux durchquert haben und den Atlantik gesehen haben. Denn unsere "Pilgerherberge mit Räumen für jeweils 20 Personen" entpuppte sich hier als ein ***-Hotel mit kleinen Appartements für 2- 4 Personen, die schön groß sind und einem noch nicht das Gefühl geben, Pilger zu sein. Aber das wird sich noch ändern! Das Hotel hier in Oviedo ist nicht nur ein Hotel, sondern auch noch ein Studentenwohnheim und ein Altenheim. Und durch letzteres kann es auch zu ein paar lustigen Situationen kommen. Wenn man zum Beispiel nach der langen Fahrt duschen wollte und der Raum dadurch sehr eingenebelt wurde. Denn in dem Bad war eine Lüftung, die allerdings nicht von alleine anging, sondern -augenscheinlich- durch eine Schnur daneben betätigt werden musste. Tja, und kurz darauf stand eine spanische Krankenschwester des Altenheims im Zimmer und wollte uns retten. Beziehungsweise hat sie uns mit einem "Nii- noo- nii- noo" (das spanische haben wir, die das beste Spanisch der ganzen Gruppe sprechen , natürlich nicht verstanden) und der passenden Handbewegung darauf hingewiesen, dass wir aus Versehen die Alarmanlage vor unserem Zimmer gestartet hatten. Also für alle, die in Spanien in einem Hotel mit Altenheim untergebracht sind: niemals versuchen, eine Lüftung einzuschalten! Als dann jeder sein Zimmer bezogen hatte, duschen war oder die Zeit genutzt hatte, ein wenig im hauseigenen Schwimmbad seine Bahnen zu ziehen, ging es für die Bocholter und Rheder Firmlinge gemeinsam in die City von Oviedo. Nachdem der Hunger mit (sehr typisch für Spanien) Döner gestillt wurde, konnte jeder, der wollte, die Stadt ein bisschen auf eigene Faust erkunden oder zurück ins Hotel gehen, um sich auszuruhen. Doch ich persönlich fand, dass es sich gelohnt hat, in die Stadt zu gehen. Wir waren bereits an der Kathedrale, in der morgen der Einleitungsgottesdienst stattfinden wird und haben einen kleinen Einblick in das spanische Leben bekommen, als wir in einem urigen kleinen Straßencafé saßen. Wir lernten, wie man Apfelwein einzuschenken hatte, wir lernten ein bisschen die Sprache und wir lernten spanisches Temperament kennen, als ein Mann fast die Bude einschlug, weil er mit irgendetwas unzufrieden war. Doch wir fanden es alle wunderschön dort und haben bereits an diesem ersten Tag viele Eindrücke gesammelt.

6. Okt. 2015

"Was das Herz bewegt, setzt die Füße in Bewegung." (Afrikanisches Sprichwort) Diese Worte waren der rote Faden in der Predigt, die Weihbischof Christoph Hegge heute in der Kathedrale von Oviedo gehalten hat, als sich fast alle Pilger dieser Wallfahrt dort zu einem gemeinsamen Gottesdienst versammelt haben. Und ich finde, einen besseren Spruch hätte er nicht wählen können. Denn jeder hat doch etwas, was ihn zu dieser Reise angetrieben hat, was ihm den Willen und die Kraft geben wird, wenn er anfängt zu laufen. Und das konnte man sich heute bewusst machen. Sich bewusst die Fragen stellen: Was mache ich hier eigentlich? Warum mache ich das? Was hat mich dazu veranlasst? Denn wer hat sich da vorher mal Gedanken darüber gemacht? Und wenn ich ganz ehrlich bin: wieso ich persönlich hier bin, kann ich immer noch nicht in Worte fassen. Ich weiß, dass ich diesen Weg gehen will, aber warum ist mir noch nicht klar. Aber vielleicht kann ich diese Frage am Ende, in Santiago de Compostela, beantworten. Außer dem Gottesdienst sollten wir eigentlich auch noch eine Führung durch Oviedo haben, aber erst sollte sie komplett ausfallen und dann hat uns aber doch noch eine Dame erwartet, allerdings sollte sie alleine eine Gruppe von 200 Menschen führen und das ist, wie man sich wahrscheinlich denken kann, praktisch unmöglich. Daher hat sich zumindest die Gruppe der Bocholter und Rheder Firmlinge von den anderen abgeschottet und die Stadt in der kleinen Gruppe besichtigt. Oder eher gesagt die Kirchen, die Oviedo zu bieten hat. Neben der Kathedrale waren wir also noch in der Kirche San Juan El Real und in "einem der ältesten Tempel der Welt": der Kirche San Julián De Los Prados. Ab der Kathedrale waren wir dann auch offiziell Pilger, als wir den Pilgerpass, die Jakobsmuschel und unseren ersten Stempel bekommen haben. Danach wurde in der Stadt noch ein bisschen der Geburtstag eines Firmlings gefeiert und nach einigen abendlichen Runden "Die Werwölfe von Düsterwald" ging es für alle ins Bett, denn den Schlaf werden alle in den nächsten Tagen nötig haben.

7. Okt. 2015

Schwere Schuhe standen auf Felsplatten, die aus dem schlammigen Boden ragten. Steine lagen zu einem Hügel gehäuft und hielten einen großen Stamm fest, der in der Mitte hoch ging. Eisen glänzte in der Sonne. Das eiserne Kreuz - eines der vielen Highlights auf dem Weg nach Santiago de Compostela. Heute hieß es, die beiden ersten Etappen zu besteigen. Die Erste war zum "Einlaufen", 3 km leicht bergauf zu dem eisernen Kreuz, ein kleines Eisenkreuz auf einem hohen Holzstamm, der von einem Steinberg gehalten wird. Laut der Tradition legt jeder Pilger einen Stein dort ab, symbolisch für die Lasten, die jeder Mensch zu tragen hat, die man dann hier zurücklassen kann. Und ich weiß, das mag bescheuert klingen: irgendwie bin ich seit dem Besuch dort ruhiger, sehe vieles gelassener und beiße mich nicht so an Dingen fest, die mir nicht gefallen. An diesem Kreuz wurde dann auch noch Wortgottesdienst gefeiert und nach einer weiteren Busfahrt wurde eine 8/9 km lange Strecke gelaufen. Klingt vielleicht nicht sehr anspruchsvoll, doch zu diesen Kilometern kamen 700m bergauf... Doch fast alle sind mehr oder weniger gut am Ziel angekommen. Etwas motivierter wurde man dann auch noch, als eine kleine Gruppe aus Litauen uns mit einer Madonna-Statue und einem zwei Meter langen und bestimmt sehr, sehr schweren Holzkreuz auf den Schultern überholt hat... aber gut, jedem das seine. Also ich bin froh, den Weg einfach so gehen zu können! Nachdem alle wieder in den Bussen verstaut waren, ging es nach Portomarin, unser neuer Wohnort für die nächsten Tage. Doch irgendwie war bis dorthin der Wurm drin. Sofort am Anfang hat einer der Busse vorne aufgesetzt. Eigentlich können die Busse dann an dem Vorderreifen etwas hoch pumpen, aber irgendwie funktionierte das nicht und der Bus stand eine Zeit lang komplett quer auf der Kreuzung ohne sich nach vorne und hinten bewegen zu können. Dann hat er es aber doch noch geschafft und es könnte eigentlich weitergehen. Doch kurz darauf hielten die Busse wieder, das Navi des ersten Busfahrers fand unseren Zielort nicht. Aber anstatt dann einen Bus vor zu lassen, dessen Fahrer weiß, wo es lang geht, wird einfach weitergefahren nach dem Motto: wir kommen schon irgendwie an. Doch durch dieses Fahren sind wir viel, viel zu spät angekommen und da wir vorher eh schon im Verzug waren und dann jeder noch essen und duschen musste, war es weit nach Mitternacht als alle endlich im Bett lagen, obwohl der Wecker um 6/ halb 7 schon wieder klingelt... Ein Spaziergang wird es nicht morgen!

8. Okt. 2015

Heute wurde die erste richtige Etappe in Angriff genommen. Ca. 25 von Sarria bis nach Portomarin. Morgens ging es mit dem Bus nach Sarria und von dort aus durften wir uns dann auf den Weg zurück zur Herberge machen. Und das war schon spannend...! Denn am Morgen war noch Nebel in den Tälern und hüllte den ganzen Weg in dichte Nebelschwaden. Da lief man auf einem Pass und konnte nicht in die Täler und auf die nächsten Berge schauen, weil die Sichtweite gerade einmal gut 20 m betrug... Aber so gegen 12/13 Uhr lockerte sich der dichte Nebel dann auch wieder auf und die Sonne kam zum Vorschein und es wurde auch gleich viel wärmer. Als wir dann in der Sonne so vor uns hin gingen und die Landschaft beziehungsweise das alte Dorf, in dem wir uns gerade befanden, bestaunten, ging neben uns plötzlich ein Tor auf und ehe wir uns versahen, fanden wir uns mitten in einer Kuhherde wieder, die uns ein Stückchen begleitete. Das da so komische Leute mit Wanderstöcken und dicken Rucksäcken zwischen ihnen herumschwirrten und wie verrückt Fotos machten, schien sie überhaupt nicht zu stören, als wären sie es gewohnt. Da waren sie uns wohl schon voraus; also ich bin noch nicht mit einer Kuhherde auf eine Wiese getrieben worden, während ich eigentlich den Jakobsweg pilgern wollte... (Ok, ich geb's zu, ich gehe ihn schließlich zum ersten Mal...) Das mit den Kühen scheint hier normal zu sein. Dann kam die Mittagspause, die wir in einem idyllischem kleinen Dörfchen gemacht haben und in der uns die Anwesenheit des Weihbischofs Hegge zu Teil wurde, der dann auch noch zu einem "Fotoshooting" aufforderte. Der Tag endete mit einem Abendimpuls und einer sehr lustigen Activity-Runde, in der es vor allem bei der Pantomime viel zu lachen gab.

9. Okt. 2015

Tag 2, an dem eine Strecke von über 20 km gelaufen wurde. Allmählich gibt es die ersten Blasen, Druckstellen und Knie- beziehungsweise Fussschmerzen. Die Gelenke eben, die einen spüren lassen, was man bereits geleistet hat. Langsam sieht man ein paar Leute, die nicht mehr so ganz rund laufen. Auch Leute, deren Kräfte nachlassen. Die sich überschätzt haben. Ihre Kraft falsch eingeteilt haben. Ihr Körper dankt es ihnen nun. Oder Leute, die zu wenig Zucker zu sich nehmen. Jemand hat ausgerechnet, dass wir wohl über 3000 Kalorien am Tag verbrennen würden. (Wer gerne abnehmen will: den Camino laufen, denn zunehmen kann man hier ganz bestimmt nicht, egal wie viel man isst. Auch Süßes - die ganzen Dinge, die Zuhause verboten sind...) Aber eigentlich war diese Strecke heute sogar gut zu schaffen! Es war ein nicht ganz so starkes Auf und Ab wie gestern: viele gerade Strecken und nur leichte Steigungen und Senkungen. Leider war deswegen die Strecke nicht so schön. Während wir gestern durch Wälder, an Wiesen vorbei gekommen sind, die von alten Steinmauern umgeben waren, die doch eigentlich für Irland so typisch sind, ging es heute größtenteils an reich befahrenen Straßen entlang, der Weg selber bestand nicht aus Waldboden oder felsigem, steinigem Untergrund sondern aus Asphalt und eventuell festgefahrenen Schotter. Doch es war trotzdem schön! Vor allem auf den kurzen Strecken, die nicht an der Straße lagen. In Ligonde zum Beispiel. Der Ort, wo so viele ihre Mittagspause verbracht haben. Ein kleines Örtchen, ein Dorf mit ganz alten Höfen, wo die Hunde und Hühner noch frei herumliefen. Und genau dies führte zu einer sehr lustigen Situation, die auch aus einem Comic hätte sein können. Wir saßen gerade auf einer Bank unter einem Kastanienbaum beziehungsweise auf einer Hängematte, die unter dem Baum gespannt war und aßen Kastanien als ein Pilger mit seinem Hund dort ankam. Und dieser Hund hatte sich wohl überlegt, für sein Herrchen ein Mittagessen zu besorgen. Denn er rannte laut bellend auf das Huhn zu und scheuchte es auf den Hof, der gegenüber unseres Rastplatzes war. Dann verschwanden die beiden um die Ecke. Das nächste Comic-Bildchen wäre gewesen, wie dieser Hund jaulend wieder um die Ecke gebogen kommt. Hinter ihm allerdings nicht das Huhn (das passiert dann wohl doch nur im Comic), Nein, ein anderer Hund verteidigte sein Revier und vertrieb den Hühnerdieb so schnell er konnte. Eine Situation, die man einfach live gesehen haben musste! (Aber ob der Besitzer nun hungern musste, ist mir nicht bekannt.) Es gibt ja auch an so gut wie jedem Restaurant, an jeder Herberge und an jeder Kirche einen Stempel. Eigentlich eine einfache Sache. Pilgerpass raus, in das entsprechende Gebäude rein, Stempel auf die richtige Stelle, rausgehen, Pilgerpass einstecken und weitergehen. Doch es kann auch spannender sein. Zum Beispiel in einer Kapelle. Wir treten ein und sofort schallt uns ein kraftvolles HOLA entgegen. Wir gehen zu dem Mann am anderen Ende des Raumes, legen ihm unsere Pilgerpässe hin und warten bis er den Stempel aufgedrückt hat. Doch dieser Mann setzte den Stempel nur an die richtige Stelle, nahm dann die Hand dessen, dessen Heftchen gerade vor ihm lag und drückte den Stempel mit ihm zusammen herunter. Doch plötzlich setzte er den Stempel ein weiteres Mal auf das Heft, dass gerade eben erst abgestempelt wurde. Ganz unten, falsche Ecke und total schief. Das war schob etwas komisch. Und ihm dann beizubringen, dass einem ein einziger Stempel reicht, wenn man die Sprache nicht beherrscht, ist schwierig. Doch es hat funktioniert und irgendwann kannten wir auch den Grund, wieso sich dieser Mann so komisch benahm. Er konnte weder uns noch unsere Pilgerpässe sehen. Dass er die richtige Stelle für den Stempel gefunden hat, war Zufall. Er war blind. Und das finde ich wiederum schön, dass auch Gehandicapte miteingebunden werden! Auch Blinde mit den Pilgern in Berührung kommen und sie, wenn auch nur für ein paar Sekunden, begleiten. Und dieser Mann hatte die Chance. Brauchte zwar unsere Hilfe beim Abstempeln, aber durfte ein Teil sein, ein Teil der "Pilgergemeinschaft"! Nach einem gemeinsamen Abendessen versammelten sich die Firmlinge noch mit Weihbischof Hegge und dieser sang noch ein schönes italienisches Lied und begleitete sich selber mit der Gitarre bevor dann einer der Ochtruper Begleiter mit "Halleluja" und "Tears in haeven" für Gänsehaut sorgte. Und nachdem dann noch alle "Unser Leben sei ein Fest" gesungen haben, ging es für alle ins Bett, damit alle den nächsten Tag schaffen!!!

10. Okt. 2015

Der heutige Tag ganz kurz zusammengefasst: Aufwärts und Abwärts. Und nicht nur vom Relief. Auch die Kräfte von vielen Pilgern kann man mit diesem Begriff zusammenfassen. Denn das ständige Auf und Ab macht sich schon bemerkbar. Schließlich ist es nicht so, dass es die Hälfte der Zeit bergauf und die restliche Zeit bergab geht. Nein, es wechselt sich so alle paar hundert Meter ab... und dann spricht man über die ach so tolle Schöpfung Gottes, der diese Welt so wunderbar gemacht haben soll. Wieso hat ihm keiner gesagt, dass ein flaches Land einfacher für die Pilger gewesen wäre? Naja, da musste man jetzt durch. Oder man ging bis zum nächsten Punkt, an dem ein Bus wartete, um alle "Fußkranken" einzusammeln. Anderthalb Busladungen (das sind ungefähr 75 Personen) konnten den Weg aus verschiedenen Gründen nicht beenden. Blasen, Entzündungen, Kreislaufprobleme... irgendetwas zwickte immer. Doch trotzdem verbringen alle hier, denke ich, eine wunderschöne Zeit und es bereut keiner diesen Weg begonnen zu haben. Allein schon wegen der Landschaften, die es zu bestaunen gibt. Mal wandert man durch Kiefernwälder, dann steht man plötzlich in der Heide, als nächstes ist man von Naturstein-Häusern umgeben, die alle zusammen ein wunderschönes Dörfchen bilden. Man nimmt den Duft der Eukalyptus-Bäume in sich auf, man bestaunt die Höhe der Palmen und man sieht sich die Passionsblumen an der Seite an oder genießt den Ausblick über die Berge, während man an einer Korkeiche angelehnt sitzt, neben sich ein Baum mit Feigen. Aber zurück zum Auf und Ab. Es ist schon komisch, dass der Laufrhythmus bei den Leuten so unterschiedlich ist. Einige beginnen motiviert und werden zum Ende hin schwächer, während andere sich erst "einlaufen" müssen und erst langsam in die Gänge kommen. Diese Pilgerfahrt soll ja auch dafür da sein, dass man im Glauben weiterkommt. Vielleicht sich Fragen beantworten kann. Und man verbindet einige Dinge viel eher mit dem Glauben beziehungsweise mit Gott als man es im Alltag zuhause tun würde. Wenn beispielsweise ein Regenbogen am Himmel erscheint... sofort kommt einem Noahs Arche in den Sinn. Und wenn dabei dann weder die Sonne scheint noch Regen fällt, glaubt man erst recht an ein Zeichen Gottes... tja, wenn jemand eine andere plausible Erklärung hat - ich bin gerne bereit, mir etwas darüber anzuhören ;). Zur Info, der Regen hat erst ein paar Stunden später eingesetzt (und es war der erste Regen, den wir auf dieser Strecke hatten). Als der Regen abgeklungen war, kamen wir zu einem Industriegebiet, wo ein Mann Artikel (wie zum Beispiel T-Shirts) vom Jakobsweg anbot. Außerdem gab es dort einen weiteren Stempel für unseren Pass. Doch diesmal war es nicht nur ein "gewöhnlicher" Stempel sondern gab es auch einen Siegel, erst wurde etwas Wachs erhitzt und darein wurde das Siegel gedrückt: Zwei Füße - passender geht's eigentlich nicht... Wir haben uns auf jeden Fall sehr darüber gefreut! Danach gab es auch nichts wirklich aufregendes mehr. Der Bischof hat am Ende der Strecke Getränke spendiert und dann ging es auch schon zum Abendessen und dann ins Bett. Also wie schön es hier auch ist - vollgepackt und zum Teil auch stressig sind die Tage hier! Aber das stört, soweit ich weiß, keinen!

11. Okt. 2015

4. Wanderetappe - von Ribadiso bis Pedrouzo (Ca. 23 km)

"Wanderung auf der Rúa do Carmen zum Eichenwald von As Barrosas. Kurz danach wird das Dorf Calle erreicht, welches mit allen Eigenschaften eines galicischen Dorfes aufwartet - eine gepflasterte Dorfstraße, Steinhäuser, Steinmauern und Trittsteine anstelle einer Brücke über den kleinen Bach. Nach dem Mittags-Picknick führt die Wanderung durch die kleinen Bauerndörfer Boa Vista, Salceda und Santa Irene nach Pedrouzo." So steht unser Weg, den wir heute gegangen sind, im Programmheft. Und er war wirklich schön! Allerdings sind wir zur Abwechslung mal nicht sofort losgelaufen, sondern haben erst noch in der Kirche von Palas de Rei einen Gottesdienst gefeiert. Geleitet wieder von Weihbischof Dr. Christoph Hegge. Es ging um die Tatsache, dass wir Brüder, Schwestern, Söhne, aber auch Töchter von Gott wären. Außerdem ging es um den heiligen Geist, beziehungsweise, dass er wohl bis jetzt nicht mit dem richtigen Symbol verbunden wurde. Der heilige Geist ist keine Taube... Nein, er ist in der Gestalt eines Rotkehlchens. Zumindest meinte Hegge dies, als sich eines in der Kirche verirrt hatte und während des Gottesdienstes plötzlich im Sturzflug auf den Altar zukam. Der Kleine wusste schließlich gar nicht, was ihm geschah... Und deswegen flatterte er auch ziemlich panisch durch die ganze Kirche! Irgendwann hat sich dann einer der Messdiener erbarmt und die Tür geöffnet, durch die der Arme dann auch schnell heraus flatterte. Erst danach konnte die Messe dann normal weitergehen, weil vorher natürlich jeder dem kleinen Vogel nachgeguckt hat... Als wir dann gelaufen sind, hat jeder sofort an den heiligen Geist gedacht, wenn wir ein Rotkehlchen gesehen haben. Mittlerweile haben die meisten Personen schon ziemlich schwere Muskeln. Das Einlaufen dauert immer länger und man läuft anfangs auch um einiges schlechter als vor ein/ zwei Tagen. Allerdings gibt es nicht nur Probleme mit dem Körper, auch die Requisiten lösen sich hin und wieder auf. Zum Beispiel Schuhe. Das war schon eine Aktion, denn die Sohle hat sich langsam aber sicher vom Rest des Schuhs gelöst und jeder, der etwas nützliches hatte, gab dieses dazu und irgendwann bestand die Konstruktion, um den Schuh zusammenzuhalten, aus Kreppband, aus Klett und aus Tape...
Solange es gehalten hat, war es auch egal, wie es aussah! Aber auch an diesem Tag sind alle, die nicht vorher schon in den Bus gestiegen sind, heil angekommen und freuten sich auf ein leckeres Abendessen, dass uns auch nicht verwehrt wurde.

12. Okt. 2015

Heute war der Tag, an dem wir Santiago erreicht haben! Die letzten Kilometer bis nach Santiago, über den Monte Do Gozo, dem Berg der Freude. Die letzten fünf Kilometer alle zusammen, alle 400 Pilger gemeinsam, bis in die Stadt hinein. Singend und Rosenkranz betend. Das war wohl auch in so einer großen Pilgerstadt etwas besonderes, mit dieser Menschenmenge dort einzuziehen! Denn viele Leute blieben an den Straßen stehen, um uns zuzugucken oder sogar Videos zu machen. Auch Einheimische, die die Fenster öffneten und auf uns herunterguckten. Das war schön, so empfangen zu werden. Auch die Tatsache, dass an zwei Kreuzungen sich kurzfristig Polizisten aufgestellt haben, um den Verkehr aufzuhalten. Ich bezweifle, dass das in Deutschland auch passiert wäre, wenn wir dort gepilgert wären. Dann kam der Moment, in dem wir die Kathedrale erreichten! Als vor uns die riesige Kirche auftauchte, mit dem gigantischen Hauptportal, den beiden Türmen, wovon einer leider in ein Gerüst gepackt war. Deshalb mussten wir sie auch von der Seite betreten, doch das störte keinen. Und es war absolut beeindruckend, als man die Kathedrale betrat. Die großen Orgeln, der goldene Hochaltar, das Weihrauchfass, das vor dem Altar hing, viel größer als jedes Weihrauchfass, das man kennt. Und dann natürlich die Jakobusstatue, inmitten des Hochaltars, als Mittelpunkt, der über alles wacht, was in der Kathedrale vor sich geht. Und der Tradition nach wird diese Statue von jedem Pilger einmal von hinten umarmt, um ihm zu danken, dass man heil angekommen ist. Danach führt der Weg einen zum Grab des Jakobus, zu den Gebeinen, die dort begraben liegen. Nachdem die Kirche dann ausgiebig betrachtet wurde und auch die ein oder andere Träne vergossen wurde, ging es zu der neuen Herberge, die für die nächsten zwei Tage reserviert wurde. Ein altes Kloster, auf einer kleinen Anhöhe gelegen, sodass man die Stadt zum größten Teil im Blick hatte. Als dann jeder sein Zimmer beziehungsweise sein Bett bezogen hatte, gab es noch einen Gottesdienst in einer Kirche nahe der Kathedrale, eine Lichterfeier. Jeder bekam eine Kerze und dann gab es eine Dreiviertelstunde, die jeder individuell gestalten konnte. Es gab die Möglichkeit zu beichten, man konnte Fürbitten schreiben, die dann vorgelesen wurden, man konnte seine Gebete mit ein bisschen Weihrauch in den Himmel schicken, man dachte für sich über seinem Bezug zu Gott nach oder man suchte das Gespräch mit einem Priester. Es war ein sehr emotionaler Abend, an dem viele Tränen geflossen sind und der auch den härtesten Mann nicht kalt gelassen hat.

13. Okt. 2015

Nun war es endlich soweit! Nach ungefähr 130 Kilometern und sechs Tagen Wanderung kam heute die Firmung! Am Morgen war noch ein bisschen Zeit zur freien Verfügung - diese Zeit wurde genutzt, um sich Santiago in einer Stadtführung anzuschauen, shoppen zu gehen, die vielen Souvenirläden sich anzusehen und natürlich: sich für die Firmung schick machen! Danach ging es zum gemeinsamen Mittagessen in einem, ja, man kann schon fast Palast sagen, direkt neben der Kathedrale. Auch wenn einige von uns zu spät gekommen sind, da sie noch in der Unterkunft waren, um sich fertig zu machen und dann das Gebäude aufgrund von Reinigungsarbeiten abgeschlossen war. Das heißt, sie waren dort eingeschlossen. Aber eine der Putzfrauen hat sie zum Glück schnell befreit! Nach dem Mittagessen kam dann die Eucharistiefeier mit der Firmung und der einen Taufe. Es war ein beeindruckender Gottesdienst - diese imposante Kirche, das Weihrauchfass, das extra für uns angezündet wurde und natürlich die Firmung selber: als der Bischof von Firmling zu Firmling ging und ihm die Hand auflegte, kurz mit den Personen sprach und dahinter die Jakobusstatue, die einen echt anzuschauen schien! Über alles wachte! Es war ein wunderbarer Gottesdienst, oder in den Worten des Weihbischofs ausgedrückt: es war "stark"! Er wird sicher lange im Gedächtnis bleiben! Nach der Firmung wurde dann zu abend gegessen und es war ein unvergesslicher Tag! Jetzt würde ich gerne noch einmal auf die Frage zurückkommen, die ich mir am Anfang der Fahrt gestellt habe: wieso mache ich hier mit, wieso nehme ich all diese Strapazen auf mich? Man hat es für sich selbst getan. Man ist für sein eigenes Gefühl gelaufen. Auch in dem Film "Dein Weg", den wir vorher gesehen haben, wird dies gesagt, doch da habe ich es noch nicht so geglaubt! Jetzt weiß ich es, man kann den Weg nicht für andere gehen, da muss jeder allein durch! Und trotzdem hat dieser Weg unheimlich Gemeinschaft gefördert. Und ich würde es jedem empfehlen, diesen Weg wenigstens einmal im Leben in Angriff zu nehmen!!!

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17 Neue Messdiener und Messdienerinnen für St. Josef

12247203 417574558441648 5704347368805647302 nEinige Monate lang bereiteten sich 17 Mädchen und Jungen auf den Dienst am Altar vor und fieberten ihrer offiziellen Aufnahme gespannt entgegen. In den letzten Wochen wurden sie in unseren drei Kirchen feierlich in den Dienst eingeführt: Ben Bachmann, Felix Booms, LaraKüpper, Luis Küpper, Janus Lensing, Jonas Mieling am 22.11.2015 in der Pfarrkirche St. Josef,

Marleen Hegering, Paulina Marie Hubatschek, Lars Knufmann , Julia Nährig, Paulina Ostendorf, Jonas Schröer, Helena Siemerink,  Viktoria Wienand am 06.12.2015 in der Ewaldi-Kirche,

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Noel Benning, Gero Boland und Marcel Markett am 13.12.15 in der Kirche Maria Trösterin (s. Bericht unten). Unserem „Messdienernachwuchs“ wünschen wir mit Worten des Papstes Benedikt XVI.: „Entdeckt jeden Tag neu, dass der lebendige Gott mitten unter uns ist, und dass ihr ihm ganz nah sein dürft und helfen, dass sein Geheimnis gefeiert wird und zu den Menschen kommt!“

Ich habe einen Namen du hast einen Namen

P1050454Unter diesem Motto trafen sich am Freitag, den 11.September 2015, 64 Kinder aus den sechs Kindertageseinrichtungen unserer Pfarrei, deren Eltern und Großeltern in Mussum zu einem bunten Nachmittag.

Jeder trägt einen Namen. Viele Namen haben eine besondere Bedeutung oder gehen auf einen Heiligen, unserem Namenspatron, zurück. Dies erfuhren die Kinder bei einem kurzen Einstieg in der Kirche. Gemeinsam begaben sich Groß und Klein anschließend auf Spurensuche, um die Bedeutung ihrer Vornamen sowie einige Heilige beispielhaft kennenzulernen. Während die Einen mit Buchstabenperlen ihren Namen zu einem Armband aufreihten, lauschten Andere dem biblischen Erzähltheater über Maria und Josef. An anderer Stelle konnten die Kinder einen Bilderwürfel zum Leben des hl. Josef gestalten. In der Kirche erschlossen sich Kinder und Erwachsene die Symbolik der Schutzmantelmadonna.

Aus der Schlussandacht nahm ein jeder die Gewissheit mit, fest in Gottes Hand geschrieben und von ihm geliebt zu sein.

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cid image001 jpg01D135B5Messdieneraufnahme in Maria Trösterin

Während des Familiengottesdienstes sind in Maria Trösterin unsere 3 neuen Messdiener offiziell aufgenommen worden.

Wir wünschen Marcel Market, Noel Benning und Gero Boland eine schöne Zeit bei den Messdiener Maria Trösterin und freuen uns, dass Sie den Dienst im Gottesdienst in unserer Gemeinschaft übernehmen.

Vorbereitung auf die Firmung 2016 in St. Josef

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Die Pfarrei St. Josef bietet interessierten Jugendlichen und ihren Eltern drei Info-Veranstaltungen über die Vorbereitung auf das Sakrament der Firmung 2016 an:

  • am Mittwoch, 23. September 2015, um 19.00 Uhr im Pfarrheim Ewaldi, Schwertstr., oder
  • am Donnerstag, 24. September 2015, um 19.00 Uhr im Pfarrheim St. Josef, Karolingerstr., oder
  • am Freitag, 25. September 2015, um 19.00 Uhr  im Pfarrheim Maria Trösterin, Marienplatz in Mussum.

Rund 130 Jugendliche, die in Gemeindeteilen St. Josef und Maria Trösterin zwischen 01.07.2000 und 30.06.2001, in St. Ewaldi zwischen 01.07.1999 und 30.06.2000 geboren wurden, erhielten bereits eine Einladungspostkarte. Wer keine Einladung bekam oder älter ist und gefirmt werden möchte, kann sich ebenfalls informieren.

Die Firmung wird voraussichtlich durch Weihbischof Dr. Christoph Hegge in zwei Gottesdiensten am 09. April 2016 gespendet.

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